Psalm 130

Dez 11

Heutige Bibellese:

Sacharja 6,1-7,14 / Offenbarung 3,7-22 / Psalm 130,1-8 / Sprüche 29,15-17


Auch Glaubenden werden Erfahrungen der „Tiefe“ nicht erspart (V.1). Glaube ist kein Schutz vor schwierigen Lebensumständen. Manchmal lässt der Herr uns „in die Tiefe gleiten“, weil wir ungehorsam sind und er uns dadurch zur Besinnung und Umkehr bewegen möchte. Aus diesem Grund wurde Jona buchstäblich in die Tiefe des Meeres geworfen – doch er durfte erfahren, dass Gott ihm selbst dort nahe war, ihm gnädig war (V.7) und einen großen Fisch bestellte, um ihn zu retten. Doch oft geraten wir auch ohne eigene Schuld in „die Tiefe“. Paulus erlebte die Tiefe des Meeres buchstäblich (vermutlich geriet er in Seenot; 2.Kor 11,25). Doch er kannte auch andere Situationen, in denen er am Leben verzweifelte (2.Kor 1,8). Auch viele andere Glaubende mussten vieles durchmachen und entsetzliche Nachstellungen wegen ihres Glaubens durchstehen. Sie erlebten nicht die Erfüllung der wunderbaren Verheißungen, die Gott seinem Volk gegeben hat. Hat Gott sie „betrogen“? Haben sie vergeblich geglaubt? Keinesfalls! Gott hat für sie etwas Besseres vorgesehen. Und auch für uns hat er Besseres vorgesehen als das jetzige Leben mit seinen Höhen und Tiefen: das ewige Leben, eine ewige, nie endende „Höhe“!

Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht, dazu durch Fesseln und Gefängnis. Sie wurden gesteinigt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert, gingen umher in Schafpelzen, in Ziegenfellen, Mangel leidend, bedrängt, geplagt. Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und den Klüften der Erde. Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erhielten, haben die Verheißung nicht erlangt, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet werden sollten. (Hebr 11,36-40)