Psalm 139,1-12.17

Juni 21

Heutige Bibellese:

Prediger 1,1-3,22 / Apostelgeschichte 13,42-14,7 / Psalm 139,1-24 / Sprüche 17,19-21


Es gibt einen, der uns durch und durch kennt: Gott (V.1). Er weiß, wo wir uns aufhalten. Er kennt alle unsere Pläne und Absichten. Er ist mit allen unseren Wegen vertraut. Er weiß, was wir sagen wollen, noch bevor wir die Worte ausgesprochen haben (V.2-4). Wir sind für Gott wie ein offenes Buch. Dieser Gedanke mag uns beängstigen, aber so ist es. Die einzig vernünftige Konsequenz ist es daher, alle Schuld vor ihm zu bekennen, damit uns vergeben wird (1.Joh 1,9).
Manche Menschen wählen einen anderen Weg: Sie versuchen, sich vor Gott zu verstecken (dies geschieht seit der ersten Sünde im Paradies; 1.Mo 3,8). Doch das ist unmöglich. Gott ist allgegenwärtig. Er ist überall. Es gibt keinen Ort, weder im Himmel noch auf der Erde noch im Totenreich (Scheol), an dem Gott nicht wäre (V.7-12). Der Prophet Jona versuchte einst, vor Gott zu fliehen (weil er, den Auftrag nicht erfüllen wollte, den Gott ihm gegeben hatte). Doch Gott sah es, ging ihm nach, und war ihm selbst im Bauch des großen Fisches nahe! Niemand kann Gott entrinnen. Wer jetzt von Gott wegläuft, wird ihm spätestens im Gericht begegnen! Und dann gilt: Wehe dem, der sich nicht schon zu Lebzeiten die Vergebung Gottes gesichert hat.
Die Allgegenwart und Allwissenheit Gottes hat noch eine zweite, sehr beruhigende Seite: Gott umschließt uns von allen Seiten (V.5). So wie es für den Gottlosen keinen Platz gibt, an dem er vor Gott „sicher“ ist, genauso wenig gibt es einen Ort, an dem ein Glaubender von der Gegenwart Gottes getrennt wäre. Er legt seine Hand auf uns und schützt uns von allen Seiten (V.5). Das ist wunderbar. Das übersteigt unser Vorstellungs- und Fassungsvermögen (V.6.17). Aber so ist Gott!